Hier wollen wir beschreiben, wie die Erstellung des Baugesuchs abgelaufen ist.
Voraussetzung für das Baugesuch ist die Vermessung des Geländes - damit haben wir auf Anraten von unserem Bauberater Herr Deeg das
Vermessungsbüro Weber beauftragt. Dieses hatte bereits nach einer Woche das Gelände vermessen und die nötigen Informationen von der Stadt in Erfahrung gebracht.
Danach hat das
Architekturbüro Heinz Müller (der Vertragsarchitekt von Schwörer) das Baugesuch erstellt. Am 23.11.2005 hielten wir den ersten genauen Plan (Innen und Aussen) in den Händen - dabei fielen uns ein paar Kleinigkeiten auf, die anschließend mit dem Architekten Herrn Müller und der Bauzeichnerin Frau Muffler zu klären waren. Dazu gehörte z.B. die genaue Positionierung des Kamins sowie die Ausgestaltung des Bads - aufgrund unseres 1.64 m breiten bodentiefen Fenster ist die Positionierung der Badewanne gar nicht mehr so einfach.
Nachdem wir die überarbeiteten Abzüge in den Händen hielten, haben wir diese am 30.11.2005 freigegeben - Frau Muffler konnte sich jetzt an die Ausarbeitung des Baugesuchs machen. Anhand der Pläne war uns erstmalig klar, wie unser Haus wirklich im Gelände aussehen wird - leider ist eine Treppe notwendig, um ins Haus zu kommen. Nichts desto trotz freuten wir uns immer mehr auf unser Haus.
Am 12.12.2005 konnten wir das fertiggestellte Baugesuch abholen. Darin beantragten wir auch zwei Befreiungen: auf der einen Seite ist die Gaube um 30 cm zu breit geworden, auf der anderen Seite würden wir auf der Nordseite trotz des Baus an der Baugrenze gerne noch einen Dachüberstand realisieren. In allen anderen Punkten sind wir den Bauvorgaben gefolgt.
Bei der Abgabe des Bauantrags erlebten wir am 13.12.2005 zuerst eine negative Überraschung: die Baurechtler der Stadt teilten uns mit, dass unser Baugesuch nicht im Kenntnisgabeverfahren eingereicht werden könne. Dies wurde damit begründet, dass bei einem Kenntnisgabeverfahren eine Bebauung bereits vier Wochen nach der Bestätigung der Vollständigkeit der Unterlagen möglich sein muss - was bei unserem Grundstück aufgrund der noch nicht abgeschlossenen Erschliessung nicht möglich wäre. Zu unserer grossen Freude kam die Stadt bereits einen Tag später aber zu dem Ergebnis, dass das Kenntnisgabeverfahren mit dem Hinweis auf unseren Kaufvertrag doch möglich wäre - dieser beinhaltete nämlich bereits einen (eigentlich selbstverständlichen) Passus, dass die Bebauung erst nach Abschluß der Baugebietserschliessung möglich ist. An dieser Stelle bedanken wir uns auch bei allen Mitarbeitern der Stadt Remseck am Neckar, die uns in allen Fragestellungen unterstützt haben.
Im Bauantrag ist auch diese Ansicht aus Norden (von der Strasse) zu finden:
Bild in gross
Kurz vor Weihnachten 2005 erhielten wir eine erste Reaktion auf unser Baugesuch: die Einleitung von Drainage-Wasser in die Kanalisation wurde uns untersagt! Davor hatten uns bereits einige Bauberater gewarnt - da in den Baubestimmungen keine Rede davon war, sind wir davon ausgegangen, dass dies in unserem Baugebiet möglich ist - da waren wir wohl einfach zu naiv, wir hätten uns doch persönlich erkundigen müssen. Die Drainage wurde uns unter der Auflage eines grossflächigen Versickerns des Drainagewassers erlaubt - leider hatte damit die Fa. Schwörer gedankliche Probleme, da aufgrund des geologischen Gutachtens - es wurde Kalkstein angetroffen - nicht gesichert ist, dass das Wasser wirklich versickern kann. Aufgrund dieser Konstellation blieb uns nichts anderes übrig, als den Keller doch als Weisse Wanne zu bauen - ein weiterer Kostenpunkt, mit dem wir bisher nicht gerechnet hatten.
Am 21.02.2006 erhielten wir dann einen Brief der Stadt Remseck, in dem uns mitgeteilt wurde, dass über unseren Bauantrag entschieden wurde - nach Überweisung der fälligen Gebühr könnten wir den Bescheid auch abholen. Dank Online-Banking konnten wir bereits einen Tag später die Baugenehmigung abholen - und konnten uns darüber freuen, dass auch oben beschriebenen Befreiungen akzeptiert wurden. Nach Abschluss der Erschliessungsarbeiten (im April 2006) konnten wir also mit dem Bau beginnen - unserem Traumhaus stand nichts mehr im Wege.